Was ist 2026 der beste Budget-Gaming-PC?
Den einen besten Budget-Gaming-PC gibt es nicht, aber es gibt ein Rezept, das fast immer aufgeht: ein Sechskern-Prozessor, eine Grafikkarte der Einstiegsklasse für 1080p, 16 GB Arbeitsspeicher in zwei Modulen, eine NVMe-SSD mit 1 TB und ein ordentliches Netzteil. Entscheidend ist das Verhältnis der Teile zueinander. Der größte Anteil gehört in die Grafikkarte, denn sie bestimmt in den meisten Spielen die Bildrate. Ein teurer Prozessor neben einer schwachen Karte ist die häufigste Fehlplanung in dieser Klasse. Konkrete Preise nennen wir hier bewusst nicht, weil sie sich ständig ändern, 2026 besonders bei Speicher und SSDs. Aktuelle Zusammenstellungen mit den Preisen der verglichenen Shops findest du auf unserer Seite mit den besten Gaming-PCs.
Welche CPU und Grafikkarte reichen für Gaming in 1080p?
Für 1080p reicht ein Sechskerner wie der Ryzen 5 5600 oder Ryzen 5 7600 zusammen mit einer Karte der Klasse RTX 5060, RX 9060 XT oder Arc B580. 1080p hat rund 2,1 Millionen Bildpunkte, und genau bei dieser Auflösung spielen Einstiegskarten ihre Stärke aus. In Esport-Titeln begrenzt hier oft schon der Prozessor, in grafisch schweren Spielen die Grafikkarte. Die Tabelle unten zeigt drei typische Paare der Einstiegsklasse in 1080p. Die Werte sind Schätzungen aus unserem FPS-Modell, keine Messungen an deinem PC. Lies sie als Vergleich zwischen den Paaren: Liegen zwei Zeilen nah beieinander, lohnt das stärkere Paar kaum, liegen sie weit auseinander, schon eher. Dein eigenes Wunschpaar kannst du im FPS-Rechner durchspielen.
| Klasse | CPU und Grafikkarte | Auflösung | Counter-Strike 2 | Fortnite | Cyberpunk 2077 |
|---|---|---|---|---|---|
| Einstieg auf AM4 | Ryzen 5 5600 + GeForce RTX 5060 | 1080p | 275 | 165 | 90 |
| Einstieg auf AM5 | Ryzen 5 7600 + Radeon RX 9060 XT | 1080p | 315 | 190 | 105 |
| Obere Einstiegsklasse | Ryzen 5 9600X + GeForce RTX 5060 Ti | 1080p | 360 | 215 | 115 |
AM4 oder AM5: Welche Plattform ist die bessere Basis?
AM5 ist die bessere Basis, wenn du den PC über Jahre aufrüsten willst, AM4 ist die genügsamere, wenn er einfach jetzt laufen soll. AM4 mit Ryzen 5000 nutzt DDR4 und liefert für 1080p weiterhin genug Leistung. Dafür ist der Sockel am Ende seines Weges: Über die X3D-Modelle der 5000er-Reihe hinaus kommt nichts mehr. AM5 läuft ausschließlich mit DDR5 und trägt Ryzen 7000 und 9000. Damit ist später der Sprung auf einen Ryzen 7 9700X oder einen X3D-Prozessor möglich, ohne Board und Speicher zu tauschen. Weil Arbeitsspeicher 2026 wegen der Nachfrage aus KI-Rechenzentren teuer ist, solltest du beide Varianten als ganzes Paket aus Prozessor, Board und Speicher vergleichen, nicht Teil für Teil.
| Merkmal | AM4 | AM5 |
|---|---|---|
| Prozessoren | Ryzen 5000 | Ryzen 7000 und 9000 |
| Arbeitsspeicher | DDR4 | nur DDR5 |
| Stärkste Gaming-Prozessoren | X3D-Modelle der 5000er-Reihe | Ryzen 7 7800X3D, 9800X3D |
| Aufrüstpfad | endet bei Ryzen 5000 | Ryzen 9000 im selben Board |
Reichen 8 GB Grafikspeicher oder sollten es 16 GB sein?
8 GB reichen für Esport-Titel und für 1080p mit angepassten Texturen, 16 GB sind die Wahl, wenn die Karte ein paar Jahre halten soll. Geht der Grafikspeicher aus, sinkt nicht einfach der Durchschnitt: Du siehst Ruckler und matschige Texturen, und zwar gerade in neuen, texturlastigen Spielen. Achte deshalb auf die Speichergröße und nicht nur auf den Modellnamen. Die RTX 5060 Ti und die RX 9060 XT gibt es jeweils mit 8 oder 16 GB unter demselben Namen, die RTX 5060 nur mit 8 GB, die Arc B580 bringt 12 GB mit. Bei den Upscalern unterstützen alle RTX-50-Karten DLSS 4, FSR 4 läuft nur auf der RX-9000-Serie. Liegt zwischen den beiden Varianten einer Karte nur ein kleiner Schritt, nimm die mit 16 GB.
Wie viel RAM und welche SSD braucht ein Budget-Gaming-PC?
16 GB Arbeitsspeicher in zwei Modulen sind das Minimum, 32 GB die bequeme Größe, und als Laufwerk gehört eine NVMe-SSD mit 1 TB hinein. Zwei Module statt einem sind Pflicht, weil der Speicher nur so im Dual-Channel-Betrieb läuft. Speicher und SSDs sind 2026 wegen der Nachfrage aus KI-Rechenzentren teuer, deshalb ist es vernünftig, mit 16 GB zu starten und später aufzustocken. Bei der SSD musst du nicht zur schnellsten greifen: PCIe 3.0 schafft etwa 3.500 MB/s, PCIe 4.0 etwa 7.000 MB/s und eine SATA-SSD etwa 550 MB/s, doch beim Laden von Spielen ist der Unterschied zwischen den NVMe-Generationen klein. Vergiss nach dem Zusammenbau nicht, im BIOS das Speicherprofil (XMP oder EXPO) einzuschalten.
Wo solltest du beim Budget-Gaming-PC nicht sparen?
Am Netzteil solltest du nicht sparen, denn es versorgt jedes andere Teil und bleibt bei guter Wahl auch nach dem nächsten Grafikkarten-Upgrade im Gehäuse. Nvidia empfiehlt für die RTX 5060 ein Netzteil mit 550 W. Planst du später eine Karte der Klasse RTX 5070 oder RX 9070, empfehlen die Hersteller 650 W, und diese Reserve ist jetzt leichter eingeplant als später nachgekauft. Sinnvoll sind die Effizienzklasse 80 PLUS Gold und ein ATX-3.1-Modell, das das 12V-2x6-Kabel für aktuelle Karten ab Werk mitbringt. Die Liste unten zeigt, wo sich Sparen lohnt und wo nicht. Welche Wattzahl zu deiner Zusammenstellung passt, zeigt dir der Netzteil-Rechner.
- Nicht sparen: Netzteil, denn es versorgt alle anderen Teile
- Nicht sparen: Grafikspeicher, denn er lässt sich nicht nachrüsten
- Nicht sparen: zwei RAM-Module statt einem
- Sparen erlaubt: Gehäuse-Optik, RGB und Glas
- Sparen erlaubt: Oberklasse-Mainboard, ein solides Mittelklasse-Board reicht
- Sparen erlaubt: die schnellste NVMe-Generation
Wie rüstest du einen Budget-Gaming-PC später auf?
Rüste zuerst die Grafikkarte auf, denn sie bringt in den meisten Spielen den größten Sprung und passt in jedes Board mit PCIe-x16-Steckplatz. Voraussetzung ist, dass Netzteil und Gehäuse mitspielen: genug Watt, der richtige Stromanschluss und genug Platz für die Kartenlänge. Der zweite Schritt hängt von der Plattform ab. Auf AM5 steckst du später einen Ryzen 9000 oder ein X3D-Modell ins selbe Board, meist nach einem BIOS-Update. Auf AM4 ist ein X3D-Prozessor der 5000er-Reihe der letzte sinnvolle Schritt, danach steht ein Plattformwechsel mit neuem Board und DDR5 an. Arbeitsspeicher stockst du am saubersten mit einem kompletten Kit auf statt mit Einzelmodulen. Ob ein neues Teil zum Rest passt, prüft der Konfigurator: Sockel, Speichertyp, Netzteilleistung, Platz im Gehäuse und Kühlerhöhe.