Wie misst du die FPS, die du wirklich bekommst?
Echte FPS misst du, indem du die Frames beim Spielen aufzeichnest, und nicht, indem du ein paar Sekunden lang auf einen Zähler in der Ecke schaust. Eine saubere Messung läuft mindestens eine Minute lang im ganz normalen Spiel, erfasst jeden Frame, den das Spiel anzeigt, und liefert dir am Ende den Durchschnitt und die langsamsten Momente. Genau das macht die kostenlose App Configurator für Windows: Start drücken, spielen, zurückkommen, Stopp drücken. Sie erfasst die Frames so, wie Windows selbst sie meldet. Ins Spiel wird also nichts eingeschleust, und der Anti-Cheat bleibt unberührt.
Warum reicht der Durchschnitt nicht?
Weil ein Spiel einen hohen Durchschnitt anzeigen und sich trotzdem ruckelig anfühlen kann. Was du als Ruckeln spürst, sind die langsamsten Frames, und die gehen im Durchschnitt unter. Deshalb weist eine Messung auch das „1% low“ und das „0.1% low“ aus: die Bildrate beim schlechtesten von hundert und beim schlechtesten von tausend Frames. Liegen diese Werte nah am Durchschnitt, läuft das Spiel flüssig. Liegen sie weit darunter, wird das Spiel immer wieder von irgendetwas unterbrochen. Die üblichen Verdächtigen: langsamer Arbeitsspeicher oder nur ein einzelner Riegel, ein Prozessor am Limit oder ein Programm, das im Hintergrund arbeitet.
Woran erkennst du, welches Bauteil das Limit ist?
Schau dir an, wie stark die Grafikkarte während der Messung gearbeitet hat. War sie voll oder fast voll ausgelastet, hat die Grafikkarte die Bildrate bestimmt. Das ist der normale, gesunde Fall: Niedrigere Einstellungen oder eine schnellere Karte würden mehr Frames bringen. Hatte die Grafikkarte noch Luft, hat etwas anderes sie ausgebremst. Entweder war die Bildrate begrenzt (durch das Spiel, den Treiber oder den Monitor), oder der Prozessor konnte die Frames nicht schneller vorbereiten. Ein Prozessor muss nicht voll ausgelastet sein, um das Limit zu sein, denn die meisten Spiele belasten nur ein paar seiner Kerne, während der Rest nichts zu tun hat.
- Grafikkarte fast voll ausgelastet: Die Karte ist das Limit. Alles in Ordnung.
- Grafikkarte hat noch Luft, die Bildrate liegt genau auf einer runden Zahl oder auf der Bildwiederholrate des Monitors: Ein Frame-Limit ist aktiv.
- Grafikkarte hat noch Luft und es gibt kein Limit: Der Prozessor oder der Arbeitsspeicher ist das Limit.
Und wenn der PC langsamer ist, als er sein sollte?
Vergleich die Messung mit einer Schätzung für denselben Prozessor und dieselbe Grafikkarte. Unser FPS-Rechner liefert diese Schätzung, und die App stellt dein Ergebnis direkt daneben. Liegt das Ergebnis deutlich unter der Schätzung, steckt meist eine simple Ursache dahinter, und die meisten davon lassen sich kostenlos beheben.
- Das Speicherprofil (XMP oder EXPO) ist aus, der Arbeitsspeicher läuft also langsamer, als er verkauft wurde.
- Ein Speicherriegel statt zwei, oder zwei Riegel in den falschen Steckplätzen.
- Der Monitor steht noch auf 60 Hz, obwohl er mehr kann.
- Windows läuft mit einem Energiesparplan.
- Ein Programm im Hintergrund beansprucht den Prozessor oder die Grafikkarte, während du spielst.
- Die Bauteile werden heiß und drosseln sich selbst.
Wie führst du den Test durch?
Installier Configurator, öffne den FPS-Test und drück auf Start. Wechsel ins Spiel und spiel eine Minute oder länger einen ganz normalen Abschnitt: ein Match, eine belebte Straße, einen Kampf, kein Menü. Komm zurück und drück auf Stopp. Du bekommst den Durchschnitt, die Lows, ein Diagramm von Bildrate und Temperaturen über die gesamte Messung, die Auflösung, in der das Spiel lief, und einen Satz dazu, welches Bauteil das Limit war. Die App ist kostenlos und noch in der Beta. Das Installationsprogramm ist noch nicht signiert, Windows warnt deshalb eventuell, dass es den Herausgeber nicht kennt.