Sockel und Chipsatz

Ein Prozessor passt nur auf ein Board mit demselben Sockel, und der Chipsatz muss diese Prozessorgeneration unterstützen. Ein Board mit älterem Chipsatz braucht für einen neueren Prozessor unter Umständen erst ein BIOS-Update - schau nach, mit welcher BIOS-Version es ausgeliefert wird, oder nimm gleich einen neueren Chipsatz. Eine Namensfalle: Das E in B650E oder X870E steht für breitere PCIe-5.0-Unterstützung, nicht für die Baugröße E-ATX. Das Format steht immer getrennt dabei (ATX, mATX, ITX).

Speicher: DDR4 oder DDR5 entscheidet das Board

Ein Board unterstützt eine Speichergeneration, nicht beide, und der Prozessor muss dieselbe unterstützen. Achte außerdem auf die Zahl der Steckplätze und die maximal unterstützte Kapazität: Ein Kit aus vier Modulen passt nicht in ein Board mit zwei Steckplätzen, und ein sehr großes Kit kann das Limit des Boards überschreiten.

Millimeter: Gehäuse, Karte, Kühler

Das Gehäuse setzt drei Grenzen: Board-Format (ATX, mATX, ITX), maximale Grafikkartenlänge und maximale Höhe des Luftkühlers. Eine Wasserkühlung braucht zusätzlich einen Montageplatz für einen Radiator dieser Größe. Lass bei der Kartenlänge etwas Luft - Kabel und Frontlüfter fressen die letzten Millimeter.

Netzteil: Watt und Anschlüsse

Beides zählt. Die Wattzahl muss die berechnete Last mit Reserve abdecken, und die Anschlüsse müssen physisch vorhanden sein: EPS für den Prozessor, die passende Zahl PCIe-8-Pin und 12VHPWR (12V-2×6) für neuere Grafikkarten. Außerdem muss das Netzteil ins Gehäuse passen - Format (ATX, SFX) und Länge zählen beide.

Laufwerke: nicht nur Kapazität, auch Steckplätze

Bevor du mehrere Laufwerke planst, zähl die M.2-Steckplätze und SATA-Ports auf dem Board und die 2,5- und 3,5-Zoll-Plätze im Gehäuse. Ein günstigeres Board hat oft nur einen M.2-Steckplatz, dann bleibt für eine zweite NVMe kein Platz.

Was du nicht mehr prüfen musst

All diese Regeln laufen im Konfigurator automatisch mit: Teile, die nicht passen, verschwinden aus den Listen, und die verbleibenden Warnungen kommen mit einer Erklärung. So bleibt Zeit für das, was wirklich deine Entscheidung ist - Preis, Lautstärke, Optik und Reserven für spätere Aufrüstungen.