Was ist Resizable BAR?
Das ist eine Funktion des PCI-Express-Steckplatzes, mit der der Prozessor den gesamten Speicher der Grafikkarte auf einmal sieht. Ohne sie erreicht der Prozessor diesen Speicher nur durch ein kleines Fenster von 256 MB und muss die Daten Stück für Stück hindurchschieben. Mit ihr ist das Fenster so groß wie der Speicher der Karte. AMD nennt dieselbe Funktion Smart Access Memory. Es ist eine Einstellung, kein Bauteil: Sie kostet nichts und muss nur im BIOS eingeschaltet werden.
Macht das einen Unterschied?
Das hängt von der Grafikkarte und vom Spiel ab. Bei Intel-Arc-Karten macht es viel aus: Intel sagt, dass diese Karten es brauchen, um die vorgesehene Leistung zu bringen, und ohne sind sie deutlich langsamer. Bei Karten von NVIDIA und AMD ist der Gewinn kleiner und von Spiel zu Spiel verschieden. Die NVIDIA-Treiber schalten es nur für Spiele ein, bei denen es hilft. In jedem Fall gibt es keinen Grund, es auf einem PC auszulassen, der es unterstützt.
Welche PCs unterstützen es?
Die Grafikkarte, das Mainboard und der Prozessor müssen es alle unterstützen. Die meisten Gaming-PCs aus Teilen der ungefähr letzten fünf Jahre tun das, manche erst nach einem BIOS-Update. Fehlt die Einstellung im BIOS, suche auf der Support-Seite des Mainboard-Herstellers nach einer neueren BIOS-Version.
- NVIDIA: GeForce-RTX-30-Serie und neuer. Einige frühe Karten dieser Serie brauchen ein Firmware-Update vom Kartenhersteller.
- AMD: Radeon-RX-6000-Serie und neuer.
- Intel: alle Arc-Grafikkarten.
- Windows muss im UEFI-Modus installiert sein, nicht im alten Legacy-Modus.
Wie prüfst du, ob es aktiv ist?
Der Grafiktreiber sagt es dir. Bei einer NVIDIA-Karte öffnest du die NVIDIA Systemsteuerung und klickst auf „Systeminformationen“: In der Liste gibt es eine Zeile „Resizable BAR“, in der „Ja“ oder „Nein“ steht. Bei einer AMD-Karte zeigt AMD Software es als Smart Access Memory an, aktiviert oder nicht. Bei einer Intel-Arc-Karte zeigt es die Grafiksoftware von Intel an und warnt dich, wenn es aus ist. Die kostenlose Configurator-App für Windows liest denselben Zustand bei allen dreien aus und zeigt ihn neben dem Startmodus an, sodass du auf einen Blick siehst, was fehlt.
Wie aktivierst du es?
Du aktivierst es im BIOS. Prüfe zuerst den Startmodus in Windows: Drücke die Windows-Taste, tippe „Systeminformationen“ ein und öffne sie. In der Zeile „BIOS-Modus“ muss UEFI stehen. Starte dann neu, drücke Entf oder F2, um das BIOS zu öffnen, und ändere die Einstellungen unten. Die Namen hängen vom Mainboard-Hersteller ab, und die Einstellung für Resizable BAR taucht oft erst auf, wenn die ersten beiden gesetzt sind.
- Schalte CSM (Compatibility Support Module) aus, damit der PC im UEFI-Modus startet.
- Schalte "Above 4G Decoding" ein.
- Schalte "Resizable BAR" oder "Re-Size BAR Support" ein oder stelle es auf Auto.
- Speichere, starte neu und schau noch einmal im Grafiktreiber nach.
Was kann schiefgehen?
Das einzige echte Risiko ist der Startmodus. Steht in den Systeminformationen beim BIOS-Modus „Vorgängerversion“, also Legacy, wurde Windows auf die alte Art installiert, und wenn du CSM ausschaltest, startet es nicht mehr. Verloren ist dabei nichts: Geh zurück ins BIOS, schalte CSM wieder ein, und Windows startet wie vorher. Um Resizable BAR auf so einem PC zu nutzen, muss das Systemlaufwerk erst auf das UEFI-Layout umgestellt werden. Das ist eine größere Aktion und braucht ein Backup. Ist die Einstellung im BIOS an, aber der Treiber sagt weiterhin „Nein“, aktualisiere das BIOS und den Grafiktreiber.